Was kostet das Verfahren bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde? Was kostet eine Massnahme?

Bei den Kosten wird zwischen den Verfahrenskosten (d.h. amtliche Kosten und Parteientschädigungen) bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und den Kosten für die Arbeit einer Beistandsperson (Mandatsentschädigung) unterschieden.

Zu den Verfahrenskosten der Kindes- und Erwachsenschutzbehörde gehören unter anderem die Entscheidgebühren, allfällige Parteientschädigungen und Beweiskosten (wie z.B. Gutachten oder Dolmetscherkosten) sowie andere Barauslagen der Behörde (wie z.B. Registerauszüge). Die Entscheidgebühren richten sich nach der Verordnung über den Gebührenbezug der Gemeinden.

Zur Festlegung der Mandatsentschädigung rapportieren die Beistandspersonen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde jeweils auf das Ende einer Berichts- und Rechnungsperiode den zeitlichen Aufwand der Mandatsführung. Mit Genehmigung von Bericht und Rechnung legt die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die Höhe der Entschädigung fest und entscheidet darüber, wer die Kosten zu tragen hat.

Grundsätzlich gilt, dass die betroffene Person für die Kosten des Verfahrens bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und für die Mandatsentschädigung aufzukommen hat (§ 21 VKES). Wenn das steuerrechtliche Reinvermögen der betroffenen Person am Ende der Berichtsperiode nicht mehr als 12‘000 Franken oder bei Ehepaaren 18‘000 Franken beträgt, dann übernimmt das unterstützungspflichtige Gemeinwesen die Mandatsentschädigung.

Eltern haben für die Kindesschutzmassnahmen aufzukommen (Art. 276 ZGB; 21 VKES). Für die Bemessung und Verteilung der Kosten von Kindesschutzverfahren und Kindesschutzmassnahmen hat die KESB Luzern-Land Richtlinien erlassen.